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Freiburg

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Abonnement, Freiburg


Das neue SWR Symphonieorchester bietet Ihnen in Freiburg in demselben Umfang wie das Vorgängerorchester attraktive Konzerte in vielfältiger Programmgestaltung an. Neben den Abonnementkonzerten im Rolf-Böhme-Saal des Freiburger Konzerthauses sind das die Kammerkonzerte im Runden Saal (wie auch im Museum Frieder Burda in Baden-Baden), Kinderkonzerte sowie die besondere Konzertreihe „LinieZwei“ im Freiburger E-Werk.

Sie erwartet ein Breitgefächertes Repertoire und stilistische Vielfalt – wir halten es mit Pierre Boulez, wenn er sagt: „Spezialisierungen, wie sie so selbstverständlich geworden sind, sollte man eigentlich vermeiden, weil man der Musik damit immer einen Teil ihrer Geschichte nimmt.“


Preise und Kategorien


KAT.ABONNEMENT, FREIBURG 
Kategorie I€ 315.00  
Kategorie II€ 265.00  
Kategorie III€ 215.00  
Kategorie IV€ 165.00  
Rollstuhlfahrer€ 115.00  
Kategorie V€ 115.00  

Abonnementkonzerte


DATUMORTSAALVERANSTALTUNG
24.09.2017 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 1

 

  Versand der Tickets ab Anfang August.

 

ZINMAN

BRUCKNER 3

 

JOHANNES BRAHMS

Violinkonzert D-Dur op. 77

ANTON BRUCKNER

Sinfonie Nr. 3 d-Moll WAB 103

 

Gil Shaham, Violine

SWR Symphonieorchester

Dirigent: David Zinman

 

Zwei Kontrahenten in einem Programm. Brahms und Bruckner, die zu Lebzeiten als nicht kompatibel

galten, und dann noch von dem einen, Bruckner, die dritte Sinfonie, die der trotzige

Mann ausgerechnet Richard Wagner gewidmet hat: »Dem unerreichbaren, weltberühmten

und erhabenem Meister der Dicht- und Tonkunst«. Doch längst ist die alte Kontroverse, die im

Wien des späten 19. Jahrhunderts jeweils durch ergebene Rezensenten befeuert wurde, eine

Angelegenheit der Musikgeschichte. Heute klingt das wie eine idealtypische Kontrastierung

von nah und fern, von Beschwörung und Gebet. Da steht also das Violinkonzert des einen, ein

emphatischer Gesang mit dramatischen Akzenten, und dort die Sinfonie des anderen mit ihren

weiträumigen Ausblicken.

 

 

15.11.2017 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 2

 

  Versand der Tickets ab Anfang August.

 

DAS FLOSS DER MEDUSA

 

PROLOG

Textauszüge von Elfriede Jelinek

HANS WERNER HENZE

Das Floß der Medusa.

Oratorium für Sopran, Bariton, Sprechstimme,

gemischten Chor, Knabenstimmen und Orchester

(Fassung 1990)

 

Camilla Nylund, Sopran

Matthias Goerne, Bariton

Peter Stein, Sprecher

SWR Vokalensemble

WDR Rundfunkchor

Freiburger Domsingknaben

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Peter Eötvös

 

Koproduktion mit Elbphilharmonie Hamburg

 

Die Grausamkeiten der menschlichen Gesellschaft, ausgetragen auf kleinstem Raum: Auf

einem Floß treiben knapp 150 Schiffbrüchige hoffnungslos und zunehmend gewalttätig gegeneinander

in der Weite des Meeres, nachdem sich die hierarchisch Höhergestellten längst

mit Rettungsbooten davon gemacht haben. Die alte Geschichte dieser 1816 historisch verbrieften

Tragödie um den Untergang der Fregatte Medusa inspirierte Ernst Schnabel und

Hans Werner Henze 1968 zu einem Oratorium, das nicht zuletzt jene Klassenunterschiede

beschrieb und anprangerte. Eigentlich sehr zeitgemäß – aber die geplante Hamburger Uraufführung

ging damals nach studentischen Protesten gegen den saturierten Kulturbetrieb in

einem Tumult unter. Eine neue Aufführung verbindet nunmehr 1816, 1968 und die Gegenwart.

 

Zu diesem Konzertprogramm finden begleitende Angebote der SWR Musikvermittlung statt.

 

 

 

 

 

15.12.2017 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 3

 

  Versand der Tickets ab Anfang August.

 

GRUBINGER

VÄNSKÄ

 

ARVO PÄRT

Cantus in Memory of Benjamin Britten. Für Streichorchester und eine Glocke

KALEVI AHO

Sieidi. Konzert für Schlagwerk und Orchester

JEAN SIBELIUS

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

 

Martin Grubinger, Schlagzeug

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Osmo Vänskä

 

Das Konzert für Schlagwerk und Orchester (2010) des finnischen Komponisten Kalevi Aho ist

mit »Sieidi« überschrieben: Kultstätte. Beschworen wird in einer Musik wie aus Feuer, Luft und

Erde eine Art elegischer Vitalismus. Der Solist muss ein Schamane und gleichzeitig ein hellwacher

Kopf sein, der die komplexen Abläufe sicher überschaut. Es geht um ein virtuoses Ritual

der Extreme, das über weite Strecken anmutet wie ein Tanz auf dem Vulkan; Singen und Jubeln

nicht ausgeschlossen. Der Schluss findet zur Stille. Gerahmt wird dieses konzertante Kraftwerk

von einer entrückten Verbeugung vor Benjamin Britten und der zweiten Sinfonie von Jean

Sibelius, die fast wie eine finnische Pastorale daherkommt.

 

Zu diesem Konzertprogramm finden begleitende Angebote der SWR Musikvermittlung statt.

 

 

 

25.02.2018 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 4

 

Versand der Tickets ab Anfang August.

 

MAISKY

DVORAK

 

ANTONIN DVORAK

Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104

DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH

Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10

 

Mischa Maisky, Violoncello

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Aziz Shokhakimov

MISCHA MAISKY

Mit der ersten Sinfonie in f-Moll machte Dmitrij Schostakowitsch sein Examen am Konservatorium

in Leningrad. Aufmüpfig, bissig und ironisch balanciert das junge Genie durch die

vier Sätze. Der sozialistische Realismus ist noch nicht in Sicht, in der Sowjetunion herrscht eine

vorläufige Konsolidierung, die ›Neue Ökonomische Politik‹ (NEP). Schostakowitschs Nummer

Eins ist ein ironisches Gegenüber dieser Verhältnisse. Welch ein Zeitbild, was für eine Examensarbeit!

Antonín Dvoráks Cellokonzert entstand in Amerika. Souverän schafft der erfahrene

Meister eine Bühne für dieses bis dahin durchaus unterschätzte Soloinstrument. Jede Geste

ist ein Einfall, wie in keinem vergleichbaren Konzert ist das Violoncello gefordert. Welch ein

grandioses Spätwerk!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11.03.2018 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 5

 

  Versand der Tickets ab Anfang August.

 

NORRINGTON

BEETHOVEN

 

JORG WIDMANN

Con brio. Konzertouvertüre für Orchester

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 (Eroica)

 

Francesco Piemontesi, Klavier

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Sir Roger Norrington

SIR ROGER NORRINGTON

Das ist ein reines Beethoven-Programm, denn auch die Konzertouvertüre »Con brio« (2008) von

Jörg Widmann ist dem Komponisten entschieden zugewandt. Die witzige Montage spielt mit

Gesten, mit Kadenztypen und Splittern im Geiste Beethovens, die stets in eine andere Richtung

laufen, als gut informierte Musikfreunde denken. Solchermaßen aufgescheucht, ja wachgeküsst

erscheinen die »Eroica« und das dritte Klavierkonzert fast wie neu. Hier wäre also das

Virtuosenstück, in dem Beethoven sich als selbstbewusstes Individuum mit melancholischem

Einschlag formuliert. Und dort erklingt jene Sinfonie, in der ein Held zu Grabe getragen wird.

Die Hauptfigur ist freilich der Komponist und seine Fähigkeit, Haltungen hörbar zu machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15.04.2018 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 6

Versand der Tickets ab Anfang August.

 

JULIA FISCHER

BRITTEN

 

THOMAS ADES

… but all shall be well. Für Orchester op. 10

BENJAMIN BRITTEN

Violinkonzert d-Moll op. 15

SERGEJ PROKOFJEW

Sinfonie Nr. 6 es-Moll op. 111

 

Julia Fischer, Violine

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Thomas Sondergard

JULIA FISCHER

In seinem Violinkonzert, das 1940 in New York uraufgeführt wurde, gelingt Benjamin Britten

ein großer Wurf. Mit traumwandlerischer Sicherheit versöhnt er die solistischen Ansprüche mit

den Zeichen seiner musikalischen Gegenwart. Und: Das Werk kommt dem Publikum entgegen

ohne sich zu korrumpieren. Hauptstück des Konzerts ist die breit angelegte Passacaglia des

dritten Satzes, also Ostinato-Variationen über einer gleichbleibenden Basslinie. Das ist eine

ausgesprochene Lieblingsform des Komponisten. Das Veränderliche formuliert sich in einem

(partiell) gleichbleibenden Modell. Wie so oft geschieht das bei Britten in einem fast schon

schwermütigen Tonfall. So richtig schön wird Musik erst, wenn sie ein wenig traurig ist.  

 

30.04.2018 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 7

Versand der Tickets ab Anfang August.

 

METZMACHER

BEETHOVEN 7

 

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Egmont. Ouvertüre aus der Schauspielmusik zu Goethes Trauerspiel op. 84

BERND ALOIS ZIMMERMANN

Photoptosis. Prélude für großes Orchester

Nobody knows de trouble I see. Konzert für Trompete und Orchester

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

 

Hakan Hardenberger, Trompete

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Ingo Metzmacher

HÅKAN HARDENBERGER

Ein selbstbewusstes Individuum malt seine Ideale in Musik, Ludwig van Beethoven komponiert

Goethes scheiternden Helden Egmont oder er konzipiert die vier Sätze seiner siebten Sinfonie

als idealtypische Abfolge, die ein Selbstporträt sein könnte. Das war zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Möglicherweise ist von solchen Idealen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch

einiges geblieben, aber bei Bernd Alois Zimmermanns wird die Auseinandersetzung mit den

Möglichkeiten des Materials partiell zum Thema. »Photoptosis« will eine abstrakte Beschwörung

von Licht und Farbe sein, von Vergangenheit und Gegenwart. Das Trompetenkonzert führt

die Sphären von E und U mit einem politischen Anliegen sinnstiftend zusammen.  

 

16.05.2018 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 8

Versand der Tickets ab Anfang August.

 

KIAN SOLTANI

SCHUMANN

 

ANTONIN DVORAK

Karneval, Konzertouvertüre op. 92

ROBERT SCHUMANN

Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129

BELA BARTOK

Konzert für Orchester Sz 116

 

Kian Soltani, Violoncello

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Christoph Eschenbach

 

Der Anfang von Béla Bartóks Konzert für Orchester klingt wie ein Schöpfungsakt. Wie aus

dem Nichts heraus wird Klang geboren, der dem Folgenden den Rahmen gibt. Folkloristische

Momente scheinen auf, im Blick zurück meldet sich ein musikantischer Geist. Es gibt keine

Solisten mehr, obwohl sich die instrumentalen Gruppen solistisch melden. Gemeint ist mit

diesem Paradox, dass zwar klassische Welten aufscheinen, aber das Orchester wird zu einem

Instrument, das in vielen Farben spricht. Der Klangkörper emanzipiert sich. Auch romantische

Haltungen sind in diesem Spätwerk möglich. Aus dieser Perspektive betrachtet erscheint das

andere Spätwerk des Programms, Robert Schumanns verhaltenes Cellokonzert, wie ein empfindsamer

Vorbote, obwohl die traditionelle Aufgabenverteilung zwischen Solist und Kollektiv

noch intakt ist.

 

Zu diesem Konzertprogramm finden begleitende Angebote der SWR Musikvermittlung statt.

 

 

 

 

 

10.06.2018 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 9

Versand der Tickets ab Anfang August.

 

BLOMSTEDT

MAHLER 9

 

GUSTAV MAHLER

Sinfonie Nr. 9 D-Dur

 

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Herbert Blomstedt

 

Wieder eine Schicksalssinfonie. Vor dieser Nummer Neun hat Gustav Mahler sich richtiggehend

gefürchtet. Deshalb wollte er »Das Lied von der Erde«, das doch eigentlich eine Sinfonie in

Liedern war, nicht als solche mitzählen. Diese Neunte wurde die letzte, die er vollenden konnte.

Trotzdem oder gerade deshalb geriet sie formvollendet, besser: formschaffend, selbstbewusst

sowie durch und durch tragisch. »Der erste Satz ist das allerherrlichste, was Mahler geschrieben

hat«, resümiert Alban Berg. In den burlesken Mittelsätzen musiziert der ironisch-sarkastische

Geist des Komponisten. Den Schluss bildet ein grandioses Adagio – als Vermächtnis an die

Zukunft der Gattung, die im eben angebrochenen 20. Jahrhundert ihre stärksten Augenblicke

in den langsamen Sätzen erleben wird.

HERBERT  

 

 

 

 

 

 

 

14.07.2018 Bild:Tickets vorhanden Freiburg Konzerthaus, Rolf-Böhme Saal SWR Symphonieorchester Abo 10

Versand der Tickets ab Anfang August.

 

GIL SHAHAM

TSCHAIKOWSKY

 

PETER TSCHAIKOWSKY

Violinkonzert D-Dur op. 35

ANTON BRUCKNER

Sinfonie Nr. 4 Es-Dur WAB 104 (Romantische)

 

Gil Shaham, Violine

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Omer Meir Wellber

OMER MEIR WELLBER

 

Wer sich mit Anton Bruckner schwer tut, sollte mit der Vierten einsteigen. In einem Landschaftsund

Naturbild werden Gefühlsmomente einer Innenschau beschworen. Die Anfangstakte

(»Bewegt, nicht zu schnell«), das Horn über dem Tremolo der Streicher vergisst man, einmal

gehört, nie. Und schon sind selbst die Skeptiker für diese Kunst gewonnen. Darüber hinaus

ist die »Romantische« in Es-Dur aber eine Bruckner-Sinfonie wie aus dem Bilderbuch, also mit

einem gedankenschweren Adagio und einem gewichtigen Finale. Das Scherzo (»Bewegt«) ist

eine Jagdszene. Peter Tschaikowskys Violinkonzert ist kein klingendes Landschaftsbild, auch

kein Seelengemälde, wohl aber eine virtuose Befindlichkeitsstudie.