Illustration

Konzertreihe Stuttgart

Konzertreihe Stuttgart

Abonnement A Plus, Stuttgart

Das Abonnement Stuttgart des SWR Symphonieorchesters umfasst zehn Orchesterkonzerte. Sie sichern sich damit eine Ermäßigung von ca. 30% gegenüber dem Kauf von Einzelkarten und einen festen Stammplatz im Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart: mit dem Abo A für alle Donnerstag- und mit dem Abo B für alle Freitag-Termine.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit das Abo Plus mit dem SWR Vokalensemble als Zusatzkonzert zu wählen.


Zur Platzauswahl

Preise und Kategorien

KAT. ABONNEMENT A PLUS, STUTTGART  
Kategorie I € 391.00  
Kategorie II € 336.00  
Kategorie III € 280.00  
Kategorie IV € 222.00  
Kategorie V € 162.00  
Rollstuhlplätze € 50.00  
Schüler € 50.00  

Abonnementkonzerte

DATUM VERANSTALTUNG SAAL
19.09.2019 - Do. Do. 19.09.2019   Abokonzert 1A

CURRENTZIS

MAHLER

 

ANTON WEBERN

Im Sommerwind, Idyll für großes Orchester

DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH

Violoncellokonzert Nr. 2 G-Dur op. 126

GYÖRGY KURTÁG

Stele fur großes Orchester op. 33

GUSTAV MAHLER

Adagio aus der Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur (Fragment)

 

Nicolas Altstaedt, Violoncello

SWR Symphonieorchester

Teodor Currentzis, Dirigent

 

"Stele" ist eine Musik, ein Gedenkstein von György Kurtág (*1926) für einen verstorbenen Komponistenfreund. Die Fassung für großes Orchester entstand 1993 und wurde im Jahr darauf von den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado uraufgeführt. Die drei kurzen Sätze bilden ein ergreifendes Lamento, dessen emotionales Potenzial mit den anderen Musiken des Abends auf einer wahlverwandten Ebene korrespondiert: dem (fast) impressionistisch anmutenden Idyll des jungen Anton Webern, dem wehmütigen Cellokonzert von Schostakowitsch und der persönlichen Apokalypse von Gustav Mahler, die im Adagio der unvollendeten zehnten Sinfonie gemalt wird.

 

Liederhalle, Beethovensaal
14.11.2019 - Do. Do. 14.11.2019   Abokonzert 2A

Freitag Live-Videostream, anschließend als Video auf SWRclassic.de

 

ESCHENBACH

SCHUMANN

 

ESA-PEKKA SALONEN

Violoncellokonzert

ROBERT SCHUMANN

Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 (Rheinische)

 

Nicolas Altstaedt, Violoncello

SWR Symphonieorchester

Christoph Eschenbach, Dirigent

 

Congratulations Esa-Pekka! Mit einem hymnischen Ausruf begrüßte Radio Schweden den Dirigenten und Komponisten Salonen zu einem Konzert, in dem das neue Cellokonzert des Meisters zu hören war. Um der emphatischen Kompetenz des schwedischen Radios, die als Botschaft im Internet zu finden ist, bei dieser Gelegenheit nochmals zu folgen: Das 2017 uraufgeführte Konzert ist demnach sinngemäß ein Wirbelwind von Noten, das den Solisten im wahrsten Sinne des Wortes an die Grenzen des Möglichen heranführt. Keinen Grenzgang, aber die zukunftsfreudige Beschwörung eines guten Gefühls bei der Ankunft im Rheinland bringt Robert Schumann in seiner dritten Sinfonie zum Klingen: unmittelbar eingänglich, bildhaft und ganz auf der Höhe der Zeit.

 

Liederhalle, Beethovensaal
12.12.2019 - Do. Do. 12.12.2019   Abokonzert 3A

 Freitag Live-Videostream, anschließend als Video auf SWRclassic.de

 

CURRENTZIS

MAHLER 9

 

GUSTAV MAHLER

Sinfonie Nr. 9 D-Dur

 

SWR Symphonieorchester

Teodor Currentzis, Dirigent

 

Vor dieser Nummer neun hat Gustav Mahler sich richtiggehend gefürchtet. Deshalb wollte er „Das Lied von der Erde“, das doch eigentlich eine Sinfonie in Liedern war, nicht mitzählen. Diese Neunte wurde die letzte, die er vollenden konnte. Trotzdem oder gerade deshalb geriet sie formvollendet, ja formschaffend, selbstbewusst und in jeder Weise tragisch. „Der erste Satz ist das allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat“, formuliert es Alban Berg in einem Brief. In den burlesken Mittelsätzen musiziert das ironisch-sarkastische Alter Ego des Komponisten. Den Schluss bildet ein packendes Adagio – als Vermächtnis an die Zukunft der Gattung, die im eben angebrochenen 20. Jahrhundert ihre stärksten Augenblicke in den langsamen Sätzen erleben wird.

Liederhalle, Beethovensaal
16.01.2020 - Do. Do. 16.01.2020   Abokonzert 4A

ALTSTAEDT

WALTON

 

GYÖRGY KURTÁG

Messages für Orchester op. 34 (Sätze 1, 2, 3 und 5)

WILLIAM WALTON

Violoncellokonzert

RICHARD STRAUSS

Ein Heldenleben op. 40

 

Nicolas Altstaedt, Violoncello

SWR Symphonieorchester

Michael Schønwandt, Dirigent

 

In der Tondichtung Ein Heldenleben riskiert Richard Strauss ein sinfonisches Selbstbildnis, das keine Scheu vor der monumentalen Verherrlichung seiner eigenen Person kennt. Über den damit einhergehenden Mangel an Bescheidenheit kann man spotten, doch herausgekommen ist ein Stück wahrhaft Neuer Musik, uraufgeführt 1899. Der Komponist schwelgt in Bizarrerien, Idyllen und mythischen Übertreibungen. Der ganze Riesenapparat des Orchesters gehorcht ihm aufs Wort. Diskreter und weniger selbstbezogen kommt das Cellokonzert von William Walton daher. Auch dieser Komponist ist ein Meister, der damit 1956 ein melancholisches Spätwerk vorlegt. Mit Gyorgy Kurtág tritt schließlich einer auf, der Musik in relativ kleinen Zellen erfindet, die sich im Nacheinander zu größeren Einheiten sammeln. Auch er spricht in den Messages in gewisser Weise von sich, aber in Form einer essayistischen Kunst, die sich in listigen Miniaturen artikuliert.

Nicolas Altstaedt

 

Liederhalle, Beethovensaal
13.02.2020 - Do. Do. 13.02.2020   Abokonzert 5A

CURRENTZIS

MAHLER STRAUSS

 

RICHARD STRAUSS

Tod und Verklärung op. 24

GUSTAV MAHLER

Sinfonie Nr. 1 D-Dur (Der Titan)

 

SWR Symphonieorchester

Teodor Currentzis, Dirigent

 

Wenn man so will, sind Richard Strauss und Gustav Mahler Antipoden. Hier arbeitet ein souveräner Alleskönner, dort ein Kämpfer. Wie diese Konkurrenz, die sich freilich auf dem wahlverwandten Boden der Spätromantik abspielt, aussehen kann, lässt sich anhand dieser beiden Tondichtungen wie in einer Versuchsanordnung nachvollziehen, denn sie entstanden fast gleichzeitig. Strauss malt effektvoll und perfekt ausgehört einen Abschied vom Leben mit allen emphatischen Momenten der erinnernden Rückschau. Mahler lässt sich von der Literatur inspirieren, vor allen Dingen von Jean Paul, zuversichtlich schaut er nach vorn. Wie ein Naturlaut“ schreitet der erste Satz aus, und wenn Mahler einen Trauermarsch schreibt, dann gibt der sich ironisch: feierlich gemessen und ohne zu schleppen.

 

Liederhalle, Beethovensaal
19.03.2020 - Do. Do. 19.03.2020   Abokonzert 6A

 

 

EDO DE WAART

BRUCKNER 5

 

GYÖRGY KURTÁG

Movement für Viola und Orchester

ANTON BRUCKNER

Sinfonie Nr. 5 B-Dur (Fassung von Leopold Nowak)

 

Paul Pesthy, Viola

SWR Symphonieorchester

Edo de Waart, Dirigent

 

Gnadenlos sortiert der junge Mann aus, was seinen strengen Kriterien nicht standhalt. Noch vor dem offiziellen Opus 1, kurz vor dem Diplom in Komposition, schreibt György Kurtág ein Violakonzert. Von den zwei Sätzen lasst er nur den ersten gelten. Kurtág vor Kurtág: Das klingt durchaus noch spätromantisch, aber modern, mit einer unverwechselbaren ungarischen Farbe empfunden, die das Erbe von Bartok austragt. Es gibt für die Bratsche nicht eben viele Konzertstücke. Dieses frühe Meisterwerk hatte Chancen, ins Repertoire einzugehen. Man musste es einfach nur öfter zu hören bekommen. Im Kontrast dazu ein Hauptwerk, ein monumentaler Kraftakt. Anton Bruckners fünfte Sinfonie ist ein Gebirgsmassiv der Gattung, das zu besteigen Ausdauer verlangt. Die Unerbittlichkeit, mit der Bruckner hier sein Ideal verfolgte, gleicht möglicherweise der Strenge, mit der Kurtag seine Arbeit beaufsichtigt.

Liederhalle, Beethovensaal
23.04.2020 - Do. Do. 23.04.2020   Abokonzert 7A

MANACORDA

DEBUSSY

 

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

Ein Sommernachtstraum , Ouvertüre op. 21

HECTOR BERLIOZ

Les nuits d‘ete, Sechs Lieder für Singstimme und kleines Orchester op. 7

MÁRTON ILLÉS

Ez-ter (Es-Raum) für Orchester

CLAUDE DEBUSSY

La mer

 

Gaelle Arquez, Mezzosopran

SWR Symphonieorchester

Antonello Manacorda, Dirigent

 

Mit Ez-ter gewann Marton Illes, 1975 in Budapest geboren, den Kompositionspreis des SWR Symphonieorchesters bei den Donaueschinger Musiktagen 2017. Mit der Auszeichnung verbunden ist das Versprechen, das jeweilige Werk ins Repertoire aufzunehmen bzw. aufzuführen, was hiermit geschieht. Der Es-Raum von Illes, der von einem Terminus Sigmund Freuds inspiriert wurde, ist eine virtuos-sinnliche Engführung für einen großen Apparat. Illes gewahrt Einblicke in einen schönen Abgrund. In das klassische Programm mit seinen sommernächtlichen Perspektiven fügt sich dieser attraktive Neuling wunderbar ein. Mit Mendelssohn kommt das Leichte, romantisch Entrückte, mit Berlioz das sehnsüchtig Träumerische und mit Debussy der sinfonische Naturlaut.

 

 

Liederhalle, Beethovensaal
14.05.2020 - Do. Do. 14.05.2020   Abokonzert 8A

CARYDIS

BRAHMS 2

 

NIKOS SKALKOTTAS

Vier Bilder

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19

JOHANNES BRAHMS

Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

 

Behzod Abduraimov, Klavier

SWR Symphonieorchester

Constantinos Carydis, Dirigent

 

Das zweite Klavierkonzert ist eigentlich das erste. Beethoven ist noch nicht Beethoven, das Vorbild Mozart ist kaum zu überhören, doch der unverwechselbare Ton ist schon da. Große Geister können sich die Einflussnahme anderer Genies leisten und sind doch ganz bei sich. Das gilt auch für Johannes Brahms, der Beethoven als einen Riesen ehrte, aber auch ein wenig fürchtete. Als Brahms seine Zweite in D-Dur abschloss, kann freilich von einem Einfluss nicht mehr die Rede sein, allenfalls in dem Sinne, dass er die sinfonische Form von Beethoven als Verpflichtung übernahm. Ich habe noch nie so was Trauriges, Molliges geschrieben: die Partitur muss mit Trauerrand erscheinen , schreibt er scherzhaft an seinen Verleger. Immerhin weht eine schöne Wehmut durch die Musik, die dem Leben und einer naturnahen Empfindsamkeit verpflichtet ist.

 

Liederhalle, Beethovensaal
24.05.2020 - So. So. 24.05.2020   SWR Konzertreihe Stuttgart Abo+

Früh kommt die Nacht

 

Johannes Brahms: Quartette für Chor und Klavier op 92

Carlos Bermejo: Früh kommt die Nacht für Chor und Klavier                                   

Johannes Brahms: Fünf Gesänge op 104 für Chor a cappella

Heinz Holliger: 4 Epigramme für Chor a cappella

Johannes Brahms: Schicksalslied für Chor und Klavier

 

SWR Vokalensemble

Klavierduo Yukiko Sugawara und Tomoko Hemmi

Dirigent: Yuval Weinberg

 

 

Gaisburger Kirche, Faberstraße 16
25.06.2020 - Do. Do. 25.06.2020   Abokonzert 9A

LE POEME DE L’EXTASE

 

OLIVIER MESSIAEN

Trois petites liturgies de la presence divine

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

"Wie der Hirsch schreit", Psalm 42 für Sopran, Chor und Orchester op. 42

ALEXANDER SKRJABIN

Le poeme de l’extase op. 54

 

Christina Landshamer, Sopran

Christoph Grund, Klavier

Christine Ott, Ondes Martenot

SWR Vokalensemble

WDR Rundfunkchor

SWR Symphonieorchester

Eliahu Inbal, Dirigent

 

Der Hauptgedanke ist der von der Anwesenheit Gottes, sagt Olivier Messiaen sinngemäß zu

seinen drei vokal-instrumentalen Meditationen, die während des Zweiten Weltkriegs entstanden.

Das ganze Programm lässt sich aus der Perspektive dieser presence divine betrachten,

wobei sich die Akzente bedeutsam verschieben. Psalm 42, den Felix Mendelsohn Bartholdy

1837 erstmals vorlegte, ist eine flehentliche Anrufung: Wie der Hirsch schreit nach frischem

Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir . In gewisser Weise ist auch Alexander Skrjabin ein

Gottsucher. Den überlieferten Glauben lehnt er ab, aber unter dem Einfluss des esoterischen

Denkens der Jahrhundertwende schafft er sich eine eigene Kunstreligion. Im Paradies seiner

unerhörten Klänge erzeugt er einen Raum für die Einheit aller Sinne.

 

Liederhalle, Beethovensaal
16.07.2020 - Do. Do. 16.07.2020   Abokonzert 10A

URBANSKI

STRAUSS

 

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Coriolan-Ouvertüre c-Moll op. 62

WITOLD LUTOSLAWSKI

Violoncellokonzert

RICHARD STRAUSS

Also sprach Zarathustra op. 30

 

Nicolas Altstaedt, Violoncello

SWR Symphonieorchester

Krzysztof Urbanski, Dirigent

 

Das Opus 30 von Richard Strauss » Also sprach Zarathustra « ist wahrscheinlich eine der berühmtesten Musiken aller Zeiten und gleichzeitig weitgehend unbekannt. In der Werbung, im Film und überall, wo eine bombastische Hymne gebraucht wird, greifen die Strategen gerne zu den ersten 90 Sekunden dieser Tondichtung für großes Orchester, in denen Strauss den glanzvollsten aller nur denkbaren Sonnenaufgänge in Musik gesetzt hat: Sehr breit!“ Die restlichen 30 Minuten erschließen sich nur den geduldigen Zuhörern, die dafür mit einer klingenden Philosophie belohnt werden. Strauss zeichnet getreulich den Weg von Nietzsches aufmüpfigem Welterlöser nach, also vom Abstieg zu den Hinterwäldlern bis zum Nachtwandlerlied. Die stillen Töne beherrschen das Geschehen. Zu bestaunen ist ein dynamisches Klangbild, in dem jederzeit vom Detail bis zum Weitwinkelpanorama und zurück gezoomt wird.

 

Liederhalle, Beethovensaal