Abonnement A Plus, Stuttgart

Das Abonnement Stuttgart des SWR Symphonieorchesters umfasst zehn Orchesterkonzerte. Sie sichern sich damit eine Ermäßigung von ca. 30% gegenüber dem Kauf von Einzelkarten und einen festen Stammplatz im Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart: mit dem Abo A für alle Donnerstag- und mit dem Abo B für alle Freitag-Termine.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit das Abo Plus mit dem SWR Vokalensemble als Zusatzkonzert zu wählen.


Das Abonnement ist derzeit nicht buchbar.



Preise und Kategorien

KAT.ABONNEMENT A PLUS, STUTTGART 
Kategorie I€ 314.00  
Kategorie II€ 279.00  
Kategorie III€ 244.00  
Kategorie IV€ 209.00  
Kategorie V€ 138.00  
Schüler€ 44.00  
Rollstuhlplätze€ 43.50  

Abonnementkonzerte

DATUMORTVERANSTALTUNGSAAL
21.09.2017 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 1A - Tickets an der Abendkasse

 

ZINMAN

BRUCKNER 3

 

JOHANNES BRAHMS

Violinkonzert D-Dur op. 77

ANTON BRUCKNER

Sinfonie Nr. 3 d-Moll WAB 103

 

Gil Shaham, Violine

SWR Symphonieorchester

Dirigent: David Zinman

 

Zwei Kontrahenten in einem Programm. Brahms und Bruckner, die zu Lebzeiten als nicht kompatibel galten, und dann noch von dem einen, Bruckner, die dritte Sinfonie, die der trotzige Mann ausgerechnet Richard Wagner gewidmet hat: »Dem unerreichbaren, weltberühmten und erhabenem Meister der Dicht- und Tonkunst«. Doch längst ist die alte Kontroverse, die im Wien des späten 19. Jahrhunderts jeweils durch ergebene Rezensenten befeuert wurde, eine Angelegenheit der Musikgeschichte. Heute klingt das wie eine idealtypische Kontrastierung von nah und fern, von Beschwörung und Gebet. Da steht also das Violinkonzert des einen, ein emphatischer Gesang mit dramatischen Akzenten, und dort die Sinfonie des anderen mit ihren weiträumigen Ausblicken.  

Liederhalle, Beethovensaal
02.11.2017 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 2A

 

ESCHENBACH

BRUCKNER 7

 

WOLFGANG AMADEUS MOZART

Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488

ANTON BRUCKNER

Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107

Christopher Park, Klavier

 

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Christoph Eschenbach

 

Die langsamen Sätze in den Konzerten von Wolfgang Amadeus Mozart erscheinen gelegentlich wie das spirituelle Zentrum des entsprechenden Werks; beispielhaft ist das zu erleben in dem Adagio aus KV 488. Mit der Tonart fis-Moll greift der Komponist zu einer durchaus entlegenen Farbe. Das Klavier spricht fragend und wehmütig im Takt eines Sicilianos, das Kollektiv bestätigt, es hilft. Die Zeit steht still. Nicht ganz 100 Jahre später entstand Anton Bruckners Sinfonie Nr. 7, und auch dieses Wunderwerk hat sein mentales Zentrum. Der zweite Satz ist, wenn diese Spekulation erlaubt ist, ein Versuch über die Gefilde der Seligen, freilich mit melancholischer Marmorierung: »Sehr feierlich und sehr langsam«. Die Nachricht vom Tod Richard Wagners habe ihn (Bruckner) erreicht, während er an diesem Satz arbeitete. Der Komponist beendete seinen Versuch also mit einer »traurigen Weise«, mit einem wehmütigen Choral.

   

 

 


 

 

Liederhalle, Beethovensaal
30.11.2017 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 3A

  

DEBUSSY

ZIMMERMANN

SCHUBERT

 

CLAUDE DEBUSSY

Prélude a l’apres-midi d’un faune. Fantasie für Orchester L 86

BERND ALOIS ZIMMERMANN

Dialoge. Konzert für 2 Klaviere und Orchester

CLAUDE DEBUSSY

Jeux. Poeme dansé für Orchester

FRANZ SCHUBERT

Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200

 

Bugallo-Williams Piano Duo

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Omer Meir Wellber

 

Die Kennzeichnung der »Dialoge« als »Konzert« könnte täuschen, trotzdem wählt Bernd Alois Zimmermann diese Klassifizierung, um die anhaltende Faszination am Spielerischen und Konstruktiven (»Das Serielle wird in diesem Werk als Sprungbrett benutzt«, BAZ) jenseits des alten »Wettstreits« zu feiern. Angestrebt ist »ein pluralistischer Klang, ständig wechselnd in Dichte und Kontinuität«. In diesem Gewebe sind die beiden Klaviere Hauptfiguren unter gleichberechtigten Dialogpartnern. Die sieben Abschnitte (eben: Dialoge) verstehen sich als »Hommage a Claude Debussy«. Im sechsten und längsten Satz des Konzerts, für Zimmermann »eine Art Kadenz«, zitiert er in einer aufblitzenden Montage Debussy (»Jeux«), Mozart (KV 467) und einen alten Choral: »Veni creator spiritus«.

Liederhalle, Beethovensaal
18.01.2018 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 4A

 

CURRENTZIS

BRUCKNER 9

 

ANTON BRUCKNER

Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109

 

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Teodor Currentzis

TEODOR CURRENTZIS

Fieberhaft, bis kurz vor seinem Tod arbeitete Anton Bruckner an dieser Sinfonie. Er konnte sie nicht mehr vollenden, der vierte Satz blieb Fragment. Die Forschung vermutet, dass Bruckner weiter vorangekommen war, als Skizzen und Entwürfe es vermuten lassen. Heute unvorstellbar: Es ging sehr viel verloren! Aus dem vorhandenen Material lässt sich indessen das Finale rekonstruieren; entsprechende Fassungen liegen vor. Doch letztlich ist der Torso mit seinen drei Sätzen die einzige authentische Version. Abgesehen davon erscheint das Adagio, das so zum sinfonischen Vermächtnis Bruckners wurde, als eines der eindrucksvollsten Schlussworte der Musikgeschichte. Das 19. Jahrhundert geht damit zu Ende, doch das kommende 20. ist schon hörbar unterwegs.


 

 

Liederhalle, Beethovensaal
08.02.2018 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 5A

 

GIL SHAHAM

KORNGOLD

 

CLAUDE DEBUSSY

La mer. Drei sinfonische Skizzen für Orchester L 109

ERICH WOLFGANG KORNGOLD

Violinkonzert D-Dur op. 35

CLAUDE DEBUSSY

Surprise – eine kleine musikalische Überraschung

IGOR STRAWINSKY

Der Feuervogel. Ballettsuite für Orchester (Fassung 1919)

 

Gil Shaham, Violine

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Lorenzo Viotti

GIL SHAHAM

Für sein Violinkonzert fasste Erich Wolfgang Korngold, der in Hollywood Karriere gemacht hat, drei seiner schönsten Filmmusiken zusammen. Dieses Glanzstück erschien der seriösen Kritik im alten Europa lange Zeit suspekt. Das hat sich mittlerweile geändert; längst wurde Korngold als legitimer Teil der Musikgeschichte im 20. Jahrhundert akzeptiert. Der geschmeidige Tonfall des Konzerts, das kein Geringerer als Jascha Heifetz 1947 aus der Taufe hob, darf zusammen mit Hauptwerken des französischen Impressionismus leuchten. Selbst Strawinskys »Feuervogel« klingt so vorbereitet ein ganz wenig anders, denn das Hören formiert sich mit jeder Sortierung neu.

 

 

Liederhalle, Beethovensaal
08.03.2018 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 6A

 

NORRINGTON

BEETHOVEN

 

JÖRG WIDMANN

Con brio. Konzertouvertüre für Orchester

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 (Eroica)

 

Francesco Piemontesi, Klavier

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Sir Roger Norrington

SIR ROGER NORRINGTON

Das ist ein reines Beethoven-Programm, denn auch die Konzertouvertüre »Con brio« (2008) von Jörg Widmann ist dem Komponisten entschieden zugewandt. Die witzige Montage spielt mit Gesten, mit Kadenztypen und Splittern im Geiste Beethovens, die stets in eine andere Richtung laufen, als gut informierte Musikfreunde denken. Solchermaßen aufgescheucht, ja wachgeküsst erscheinen die »Eroica« und das dritte Klavierkonzert fast wie neu. Hier wäre also das Virtuosenstück, in dem Beethoven sich als selbstbewusstes Individuum mit melancholischem Einschlag formuliert. Und dort erklingt jene Sinfonie, in der ein Held zu Grabe getragen wird. Die Hauptfigur ist freilich der Komponist und seine Fähigkeit, Haltungen hörbar zu machen.

 

 

 

 

 

 


 

 

Liederhalle, Beethovensaal
12.04.2018 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 7A

 

 

JULIA FISCHER

BRITTEN

 

THOMAS ADES

… but all shall be well. Für Orchester op. 10

BENJAMIN BRITTEN

Violinkonzert d-Moll op. 15

SERGEJ PROKOFJEW

Sinfonie Nr. 6 es-Moll op. 111

 

Julia Fischer, Violine

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Thomas Søndergård

JULIA FISCHER

In seinem Violinkonzert, das 1940 in New York uraufgeführt wurde, gelingt Benjamin Britten ein großer Wurf. Mit traumwandlerischer Sicherheit versöhnt er die solistischen Ansprüche mit den Zeichen seiner musikalischen Gegenwart. Und: Das Werk kommt dem Publikum entgegen ohne sich zu korrumpieren. Hauptstück des Konzerts ist die breit angelegte Passacaglia des dritten Satzes, also Ostinato-Variationen über einer gleichbleibenden Basslinie. Das ist eine ausgesprochene Lieblingsform des Komponisten. Das Veränderliche formuliert sich in einem (partiell) gleichbleibenden Modell. Wie so oft geschieht das bei Britten in einem fast schon schwermütigen Tonfall. So richtig schön wird Musik erst, wenn sie ein wenig traurig ist.

Liederhalle, Beethovensaal
17.05.2018 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 8A

 

KIAN SOLTANI

SCHUMANN

 

ANTONIN DVORAK

Karneval, Konzertouvertüre op. 92

ROBERT SCHUMANN

Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129

BELA BARTOK

Konzert für Orchester Sz 116

 

Kian Soltani, Violoncello

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Christoph Eschenbach

 

Der Anfang von Béla Bartóks Konzert für Orchester klingt wie ein Schöpfungsakt. Wie aus dem Nichts heraus wird Klang geboren, der dem Folgenden den Rahmen gibt. Folkloristische Momente scheinen auf, im Blick zurück meldet sich ein musikantischer Geist. Es gibt keine Solisten mehr, obwohl sich die instrumentalen Gruppen solistisch melden. Gemeint ist mit diesem Paradox, dass zwar klassische Welten aufscheinen, aber das Orchester wird zu einem Instrument, das in vielen Farben spricht. Der Klangkörper emanzipiert sich. Auch romantische Haltungen sind in diesem Spätwerk möglich. Aus dieser Perspektive betrachtet erscheint das andere Spätwerk des Programms, Robert Schumanns verhaltenes Cellokonzert, wie ein empfindsamer Vorbote, obwohl die traditionelle Aufgabenverteilung zwischen Solist und Kollektiv noch intakt ist.

 

Zu diesem Konzertprogramm finden begleitende Angebote der SWR Musikvermittlung statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Liederhalle, Beethovensaal
07.06.2018 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 9A

 

 

BLOMSTEDT

MAHLER 9

 

GUSTAV MAHLER

Sinfonie Nr. 9 D-Dur

 

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Herbert Blomstedt

 

Wieder eine Schicksalssinfonie. Vor dieser Nummer Neun hat Gustav Mahler sich richtiggehend gefürchtet. Deshalb wollte er »Das Lied von der Erde«, das doch eigentlich eine Sinfonie in Liedern war, nicht als solche mitzählen. Diese Neunte wurde die letzte, die er vollenden konnte. Trotzdem oder gerade deshalb geriet sie formvollendet, besser: formschaffend, selbstbewusst sowie durch und durch tragisch. »Der erste Satz ist das allerherrlichste, was Mahler geschrieben hat«, resümiert Alban Berg. In den burlesken Mittelsätzen musiziert der ironisch-sarkastische Geist des Komponisten. Den Schluss bildet ein grandioses Adagio – als Vermächtnis an die Zukunft der Gattung, die im eben angebrochenen 20. Jahrhundert ihre stärksten Augenblicke in den langsamen Sätzen erleben wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Liederhalle, Beethovensaal
08.07.2018 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Konzertreihe Stuttgart Abo+

JAPAN

 

Toru Takemitsu

Wind Horse
Michio Mamiya

Composition for Chorus No. 1
Jo Kondo

Motet under the rose

Toshio Hosokawa

Die Lotosblume. Für Chor und Percussion

 

SWR Vokalensemble

Dirigent: Marcus Creed

 

Über 2000 Jahre lang kannte die japanische Kultur keine Musik im europäischen Sinne. Musik

war Teil einer überlieferten Tradition von Bräuchen, Zeremonien und religiösen Ritualen.

Melodie, Rhythmus, Metrum oder gar Harmonik spielen dort keine Rolle. Der einzelne Ton, sein

»Atem« und seine Beziehung zu den Klängen der Natur ist das zentrale ästhetische Merkmal

japanischer »Musik« und wird in unendlich feinen Schattierungen variiert und entwickelt.

Heutige Japaner wissen kaum noch etwas über diese Kunst. Denn als Japan Mitte des 19. Jahrhunderts

seine Politik der Abschottung aufgab, wurde innerhalb kürzester Zeit die europäische

Musik zur Leitkultur in Japan. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts begannen Komponisten wie

Michio Mamiya oder Toru Takemitsu, sich von den Vorbildern ihrer europäischen und amerikanischen

Lehrer zu lösen und sich auf die gewachsene Musiktradition ihres Landes zu besinnen.

Ein subtiler und extrem spannungsvoller Dialog der Kulturen begann, der auch in den Kompositionen

der nächsten Generation, von Toshio Hosokawa und Jo Kondo nach immer neuen

Wegen sucht, die Qualitäten beider Musikverständnisse zu vereinen.

 

Gaisburger Kirche, Faberstraße 16
12.07.2018 Bild:Tickets vorhanden Stuttgart SWR Symphonieorchester Abo 10A

 

 

GIL SHAHAM

TSCHAIKOWSKY

 

PETER TSCHAIKOWSKY

Violinkonzert D-Dur op. 35

ANTON BRUCKNER

Sinfonie Nr. 4 Es-Dur WAB 104 (Romantische)

 

Gil Shaham, Violine

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Omer Meir Wellber

OMER MEIR WELLBER

 

Wer sich mit Anton Bruckner schwer tut, sollte mit der Vierten einsteigen. In einem Landschafts- und Naturbild werden Gefühlsmomente einer Innenschau beschworen. Die Anfangstakte (»Bewegt, nicht zu schnell«), das Horn über dem Tremolo der Streicher vergisst man, einmal gehört, nie. Und schon sind selbst die Skeptiker für diese Kunst gewonnen. Darüber hinaus ist die »Romantische« in Es-Dur aber eine Bruckner-Sinfonie wie aus dem Bilderbuch, also mit einem gedankenschweren Adagio und einem gewichtigen Finale. Das Scherzo (»Bewegt«) ist eine Jagdszene. Peter Tschaikowskys Violinkonzert ist kein klingendes Landschaftsbild, auch kein Seelengemälde, wohl aber eine virtuose Befindlichkeitsstudie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Liederhalle, Beethovensaal