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SWR Symphonieorchester

SWR Symphonieorchester

Abonnement A Plus, Stuttgart

Das Abonnement Stuttgart des SWR Symphonieorchesters umfasst zehn Orchesterkonzerte. Sie sichern sich damit eine Ermäßigung von ca. 30% gegenüber dem Kauf von Einzelkarten und einen festen Stammplatz im Beethoven-Saal der Liederhalle Stuttgart: mit dem Abo A für alle Donnerstag- und mit dem Abo B für alle Freitag-Termine.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit das Abo Plus mit dem SWR Vokalensemble als Zusatzkonzert zu wählen.


Das Abonnement ist derzeit nicht buchbar.


Preise und Kategorien

KAT. ABONNEMENT A PLUS, STUTTGART  
Kategorie I € 391.00  
Kategorie II € 336.00  
Kategorie III € 280.00  
Kategorie IV € 222.00  
Kategorie V € 162.00  
Rollstuhlplätze € 50.00  
Schüler € 50.00  

Abonnementkonzerte

DATUM VERANSTALTUNG SAAL
20.09.2018 - Do. Do. 20.09.2018   SWR Symphonieorchester Abo 1A

ANTRITTSKONZERT

TEODOR CURRENTZIS

 

GUSTAV MAHLER

Sinfonie Nr. 3 d-Moll für Alt, Frauenchor, Knabenchor und Orchester

Gerhild Romberger, Alt

Damen des MDR Rundfunkchors (* Damen der Wiener Singakademie)

Knabenchor collegium iuvenum Stuttgart (* Wiener Sängerknaben)

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Teodor Currentzis

 

Der erste Satz ist ein Brocken, eine Sinfonie in oder vor der Sinfonie, in der bereits Momente des Kommenden anklingen: Aufbruch und Gegenbewegung vor dem Hintergrund des aufmarschierenden Sommers. Heiterkeit und Tragik sind hier nicht so leicht voneinander zu trennen. Dem heroischen Auftakt von mehr als einer halben Stunde folgen Naturbilder. Der Komponist belauscht Wiesen und Wälder bei Tag und bei Nacht, bis die Morgenglocken läuten. Zuletzt spricht die Liebe selbst. Vorsicht ist angebracht, denn hinter den idyllischen Genrebildern lauern schon mal Abgründe. Das instrumentale Theater allein ist nicht genug. Des "Knaben Wunderhorn" wird aufgerufen. Friedrich Nietzsche kommt zu Wort, der 1895, als diese Dritte sich noch im Planungsstadium befand, das – später wieder verworfene – Motto liefern sollte:"Die fröhliche Wissenschaft".

 

Liederhalle, Beethovensaal
04.10.2018 - Do. Do. 04.10.2018   SWR Konzertreihe Stuttgart Abo+ - Tickets an der Abendkasse

 

BACH-REFLEXIONEN

DES 20. UND 21. JAHRHUNDERTS

 

K. Nystedt: „Immortal Bach“

 

H. Distler: Motette: „Singet dem Herrn ein neues Lied“ OP. 12,1

 

S.-D. Sandström: Motette „Komm, Jesu, komm“

 

M. Kagel: Chorbuch für Vokalensemble und Tasteninstrumente (AUSWAHL)

 

D. Schnebel: Contrapunctus I

 

I. Mundry: „Zeugenschaft“ für 24-stimmingen Chor a cappella (2018) (KOMPOSITIONSAUFTRAG DES SWR)

 

 

SWR Vokalensemble

Jürgen Kruse Tasteninstrumente

 

Florian Helgath Leitung

 

Domkirche St. Eberhard
08.11.2018 - Do. Do. 08.11.2018   SWR Symphonieorchester Abo 2A- Restkarten an der Abendkasse

ELIAHU INBAL

SCHOSTAKOWITSCH 11

 

LUDWIG VAN BEETHOVEN

Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56 (Tripelkonzert)

DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH

Sinfonie Nr. 11 g-Moll op. 103 (Das Jahr 1905)

 

Ludwig Trio

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Eliahu Inbal

 

Im Jahr 1905 erhoben sich die russischen Massen gegen den Zaren. Erster grausiger Höhepunkt dieser revolutionären Bewegung war im Januar der "Blutige Sonntag" in St. Petersburg. Auf dem Vorplatz zum Winterpalast schossen Soldaten in die Menge. Dmitrij Schostakowitsch hat die Ereignisse in seiner elften Sinfonie gemalt. Die vier Sätze dieser Sinfonie ergeben einen packenden Hörfilm: Eine schwere Ahnung liegt in der Luft (Adagio), die Situation eskaliert (Allegro), das Angedenken wird zur Klage (Adagio), das "Sturmgeläut" macht die Wut kommender Bewegungen klingend (Allegro non troppo). Was bei der Uraufführung 1957 so aussah wie eine affirmative Verbeugung vor der sowjetischen Heldenverehrung, konnte auch anders gemeint sein. Schostakowitsch habe, so liest man gelegentlich, sein Opus 103 im Angesicht des eben niedergeschlagenen Ungarnaufstands geschrieben.    

 

 

 

 

Liederhalle, Beethovensaal
13.12.2018 - Do. Do. 13.12.2018   SWR Symphonieorchester Abo 3A

CURRENTZIS

TSCHAIKOWSKY 5

 

ALFRED SCHNITTKE

Konzert für Viola und Orchester

 

PETER TSCHAIKOWSKY

Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

 

Antoine Tamestit, Viola

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Teodor Currentzis

 

Das Thema der "Vorsehung" geht als eine Art "Idee fixe" durch Peter Tschaikowskys fünfte Sinfonie. Gleich zu Beginn intonieren die Klarinetten das fahle Schicksalsmotiv, das in immer neuen Gestaltfindungen daran erinnert, dass die Geschicke des Individuums im Buch des Lebens und des Todes langst festgeschrieben sind. Und wenn der Komponist im Finale nicht von der Stelle kommt, was Kritiker ihm gelegentlich ankreiden, dann ist das kein Unvermögen, sondern der kongeniale Ausdruck des fatalistischen Gefangenseins, von dem diese Sinfonie gut fünfzig Minuten lang erzählt. Partiell gilt das auch für Alfred Schnittkes Konzert für Viola und Orchester, das in seiner tragischen Bestimmtheit zwischen Trauer und Gehetztsein die kommende Katastrophe im Leben des Komponisten vorwegnimmt.

Liederhalle, Beethovensaal
24.01.2019 - Do. Do. 24.01.2019   SWR Symphonieorchester Abo 4A

SANDERLING

SCHOSTAKOWITSCH 10

 

SERGEJ PROKOFJEW

Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 16

DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH

Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

 

Anna Vinnitskaya, Klavier

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Michael Sanderling

 

Sergej Prokofjew und Dmitrij Schostakowitsch – das Verhältnis dieser beiden Repräsentanten der russischen bzw. sowjetischen Musik zu beschreiben, konnte viele Seiten füllen, denn die komplizierte Sachlage sieht von Fall zu Fall anders aus. An diesem Abend stehen sich ein virtuos gestimmter Meister mit Lust am klassizistischen Maskenspiel und ein nachdenklich gestimmter Orchestererzähler gegenüber. Der eine hat die politische Schreckensherrschaft noch vor sich, der andere – vorläufig – hinter sich. Schostakowitschs zehnte Sinfonie entstand in der Zeit unmittelbar nach Stalins Tod. Er hat seinen Peiniger im zweiten Satz porträtiert und ihm ein akustisches Denkmal gesetzt. Der fünfzehn Jahre ältere Prokofjew starb dagegen am gleichen Tag wie dieser Josef Wissarionowitsch Stalin, am 5. März 1953.

Liederhalle, Beethovensaal
21.02.2019 - Do. Do. 21.02.2019   SWR Symphonieorchester Abo 5A

CURRENTZIS

MAHLER 4

 

GEORGE CRUMB

Ancient Voices of Children

GUSTAV MAHLER

Sinfonie Nr. 4 G-Dur für Sopran und Orchester

 

Christina Gansch, Sopran

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Teodor Currentzis

 

Am Anfang stand die Idee einer sinfonischen Humoreske, die allerdings bald vom Tatendrang des Komponisten überholt wurde. Geblieben ist die Sehnsucht nach einer Auszeit von der sinfonischen Schwerstarbeit. Die Schlusselvokabeln "Bedächtig", "Gemächlich", "Ruhevoll" und "Behaglich" in den Satzüberschriften verraten ein damit korrespondierendes Bedürfnis nach Frieden. Herausgekommen ist letztlich etwas Drittes, ein polyphon glitzerndes Bekenntnis zur Romantik, vielleicht sogar ein Versuch über die Leichtigkeit. Unerwarteter Einstieg ist eine Kammermusik für Stimmen und Instrumente von George Crumb. Seine "Ancient Voices of Children" kommen aus einer anderen Zeit und von einem anderen Kontinent, doch teilen sie mit Gustav Mahlers vierter Sinfonie eine geradezu mitsommernächtlich anmutende Sehnsucht nach den Stimmen der Kindheit.

 

Liederhalle, Beethovensaal
21.03.2019 - Do. Do. 21.03.2019   SWR Symphonieorchester Abo 6A

PABLO HERAS-CASADO

SCHOSTAKOWITSCH 5

 

JOHANNES BRAHMS

"Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen", Motette für vierstimmigen gemischten Chor a cappella op. 74 Nr. 1

JOHANNES BRAHMS

Schicksalslied für gemischten Chor und Orchester op. 54


DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH

Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

 

SWR Vokalensemble

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Pablo Heras-Casado

 

Als Referenzgröße mag Johannes Brahms für Dmitrij Schostakowitsch keine überragende Bedeutung haben. Doch als Motto zu einem Leben voller Mühsal und Plage mag die Anfangszeile der Motette nach biblischen Texten schon taugen: "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen". Außerdem gibt es die unausgesprochene Übereinkunft einer melancholischen Weltsicht. Auch Hyperions "Schicksalslied" kann auf den Lebenskampf des Komponisten mit den ästhetischen Maximen der Sowjetbürokratie angewendet werden. Präzedenzfall dafür ist die fünfte Sinfonie, mit der der angezählte Avantgardist dem sozialistischen Realismus näher trat. Doch in den Verfahrensweisen des grandiosen Musikerfinders steckt auch eine List. Alle parteiamtlichen Sonderwünsche werden von einer Musik kassiert, die ihre Zuhörer einfach nur ergreift und in ihren besten Momenten in eine andere Welt transportiert.

Liederhalle, Beethovensaal
11.04.2019 - Do. Do. 11.04.2019   SWR Symphonieorchester Abo 7A

ESCHENBACH

SCHOSTAKOWITSCH

 

DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH

Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77

HECTOR BERLIOZ

Symphonie fantastique op. 14

 

Sergey Khachatryan, Violine

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Christoph Eschenbach

 

 

Im Februar 1948 tagt in Moskau der Verband sowjetischer Komponisten. Eine Generalkritik am "Formalismus" steht an, Dmitrij Schostakowitsch trifft die ganze Wucht der Anklage, die in seiner Musik "abstrakte" Tendenzen aufspürt oder ähnlich verwerfliche Momente wie den puren "Expressionismus" oder "ein Sichversenken in die Welt scheußlicher, abstoßender, pathologischer Erscheinungen." Das erste Violinkonzert, das zu dieser Zeit entsteht, hat der Komponist aufgrund der herrschenden Sachlage lieber in die Schublade gelegt, bis bessere Zeiten anbrechen. Erst 1955 wird dieses traurig-trotzige Stück uraufgeführt. Im Gegenüber zu Hector Berlioz’ Symphonie fantastique, die ein Künstlerschicksal erzählt, erweist sich das Konzert als Sinfonie, die wie ein Selbstbekenntnis in vier Sätzen klingt. Trotz gelegentlich atemberaubender Schwierigkeiten – Virtuosität ist Nebensache, was zählt, ist die emotionale Überzeugungskraft.

Liederhalle, Beethovensaal
09.05.2019 - Do. Do. 09.05.2019   SWR Symphonieorchester Abo 8A

 

JANINE JANSEN

SIBELIUS

 

CARL MARIA VON WEBER

Ouvertüre zur Oper "Der Freischütz"

JEAN SIBELIUS

Violinkonzert d-Moll op. 47
ANTONIN DVORAK

Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 (Aus der Neuen Welt)

 

Janine Jansen, Violine

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Christoph Eschenbach

 

Obwohl Antonin Dvorák die Musik Amerikas vor Ort studieren konnte, nämlich von 1892 bis 1895, als er Direktor des National Conservatory of Music in New York war, klingt seine Neunte, also die Sinfonie aus der Neuen Welt, sehr tschechisch. Wer kann schon aus seiner Haut? Der Komponist konnte nichts anderes tun, als das Vorgefundene durch die ihm eigenen Wahrnehmungsorgane zu filtern. Vielleicht spielte das Heimweh darüber hinaus eine gewisse Rolle.

Ohne das Idiom seiner Heimat ist auch Jean Sibelius nicht denkbar. Er kultivierte den finnischen Ton zu einer unverwechselbaren Sprache. Wie im Falle Dvoraks wurde eine Musik mit unverwechselbaren geographisch bedingten Eigenheiten zur Weltsprache. Im Fall des Violinkonzerts,das 1903 entstand, kommt eine gleichsam bodenständige Eleganz hinzu.

 

Liederhalle, Beethovensaal
27.06.2019 - Do. Do. 27.06.2019   SWR Symphonieorchester Abo 9A

CURRENTZIS

SCHOSTAKOWITSCH 7

 

DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH

Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 60 (Leningrader)

 

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Teodor Currentzis

 

870 Tage dauerte die Belagerung Leningrads durch deutsche Truppen. Noch bevor die Blockade am 8. September 1941 begann, arbeitete Dmitrij Schostakowitsch an einer Sinfonie, die er der Stadt und ihren Bewohnern widmete. Selten hat eine Musik so stark gewirkt wie diese siebente Sinfonie. Uraufgeführt am 5. März 1942 in Kuibyschew (Wolga), wohin man den Komponisten und zahlreiche andere Kunstler evakuiert hatte, machte die "Leningrader" bald ihren Weg nicht nur durch die UdSSR, sondern auch in der freien Welt. Allein in den USA wurde sie bis Ende 1942 sechzigmal aufgeführt, zuallererst unter der Leitung von Arturo Toscanini in New York. Diese Musik hatte das Zeug, den Durchhaltewillen an der antifaschistischen Front mit zu formen. Doch die "Optimistische Tragödie" von Dmitrij Schostakowitsch packt die Menschen heute noch immer mit Haut und Haaren.

 

Liederhalle, Beethovensaal
18.07.2019 - Do. Do. 18.07.2019   SWR Symphonieorchester Abo 10A

NAGANO

BRUCKNER 6

 

ARNOLD SCHÖNBERG

Klavierkonzert op. 42

ANTON BRUCKNER

Sinfonie Nr. 6 A-Dur

 

Mari Kodama, Klavier

SWR Symphonieorchester

Dirigent: Kent Nagano

 

Das Klavierkonzert von Arnold Schönberg dauert knapp zwanzig Minuten, doch enthält es eine Art Autobiographie in den vier Abschnitten des einsatzigen Werks. "Finnished December 29, 1942", notiert der Komponist im amerikanischen Exil ans Ende des Particells. Das Leben erzählt sich in einem Zug, konstruktiv, warum nicht: analytisch, mit einer Klarheit des Geistes, die in den ersten Takten wie ein selbstreferentieller Schöpfungsakt auftritt. Die Reihe stellt sich vor, das Leben ist partiell vorgezeichnet. Was den dort skizzierten Weg angeht, so lautet der im holprigen Englisch des Exilanten folgendermasen: "Life was so easy" (Andante), "suddenly hatred broke out" (Molto Allegro), "a grave situation was created" (Adagio). "But Life goes on" (Rondo giocoso).

Liederhalle, Beethovensaal