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Schwetzinger Festspiele 2019

Schwetzinger SWR Festspiele 2019

26.04.2019 Premiere Musiktheater: Der Fall Babel

26.04.2019 Premiere Musiktheater: Der Fall Babel

Musiktheater von Elena Mendoza und Matthias Rebstock
Unter Verwendung von Texten von Fabio Morábito, Yoko Tawada und Cécile Wajsbrot

Elena Mendoza, Komposition, Text, szenische Mitarbeit
Matthias Rebstock, Regie, Text, musikalische Mitarbeit
Walter Nußbaum, Musikalische Leitung
Bettina Meyer, Bühne
Sabine Hilscher, Kostüme
Ulrich Schneider, Licht

Schola Heidelberg
Tobias Dutschke, Martin Homann, Almut Lustig Schlagzeug
Ayano Durniok, Schauspielerin
David Luque, Schauspieler

SWR Experimentalstudio
Joachim Haas, Sven Kestel, Constantin Popp
Klangregie

Uraufführung | Auftragswerk der Schwetzinger SWR Festspiele

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Ganze neun Verse umfasst die alttestamentarische Geschichte vom Bau der Stadt Babel und ihrem bis in den Himmel reichenden Turm, aber die Quintessenz der Erzählung ist ungeheuerlich. Gott straft die Menschen mit Vielsprachigkeit. Ohne einander zu verstehen, können sie den Bau nicht vollenden und zerstreuen sich über die Erde. Als gottgegeben wird erklärt, dass ein vielstimmiges Miteinander nicht möglich sei. Die Vielsprachigkeit müsse überwunden werden, um einen vorhistorischen paradiesischen Zustand wiedererlangen zu können. Elena Mendoza und Matthias Rebstock beziehen sich auf diesen Mythos, allerdings in einer modernen Form, die den Mythos spiegelt, ihn umkehrt: Fabio Morábito hat diese Vision in seinem Essay Por qué traducimos entworfen: Er beschreibt das Bild einer in ferner Zukunft existierenden einsprachigen, kulturell völlig verarmten menschlichen Gesellschaft, die zurückblickt auf unsere Gegenwart, die zwar voller Widersprüche, aber auch gerade deshalb voll Reichtum ist. Dieser Text liefert gleichsam die Grundidee, wird aber nicht direkt vertont, sondern drei Erzählstränge werden verwoben, die aus dem babylonischen Sprachgewirr hervortreten. In Gestalt einer negativen Utopie artikulieren die Autoren ihr Plädoyer für die existentielle Notwendigkeit kultureller Vielfalt.

 

Einführung: 18 Uhr, Kammermusiksaal

ORT: Schwetzingen
BEGINN: 19:00 Uhr   |   EINLASS: 18:45 Uhr
SAAL: Rokokotheater, Schloss Schwetzingen/ Rechter Zirkel

Rokokotheater, Schloss Schwetzingen/ Rechter Zirkel

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