SWR Vokalensemble

13.07.2019

SWR Vokalensemble Baltikum

BALTIKUM

 

VELJÖ TORMIS

Drei Volkslieder

MAIJA EINFELDE

Three Poems by Fricis Barda

ANDRIS DZENITIS

Four Madrigals by E. E. Cummings für 8 Stimmen

PETERIS VASKS

Litene, Ballade für 12-stimmigen gemischten Chor

ARVO PÄRT

Dopo la Vittoria, piccola cantata per coro

ARVO PÄRT

I heard a voice für gemischten Chor a cappella

JUSTÉ JANULYTÉ

»Plonge« für Violoncello und 12 Stimmen

RYTIS MAŽULIS

Canon solus für Chor

 

SWR Vokalensemble

Dirigent Marcus Creed

 

Als Gidon Kremer und Tonu Kaljuste die Musik des Baltikums in den 1980er-Jahren in die europäischen Konzertsäle brachten, war das eine Sensation: eine Musik, die archaisch und zeitgenössisch zugleich ist und dabei nicht nur die Herzen des Konzertpublikums erreichte, sondern ein neues Publikum mobilisierte, das vorher nie einen Fuß in die klassischen Konzertsäle gesetzt hatte.

Seitdem ist viel passiert. Die baltischen Staaten sind zu selbstverständlichen Nachbarn geworden. Ihre Musik wird von Chören in der ganzen Welt gesungen. Das aber ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Repertoire, das die baltischen Komponisten in den letzten Jahrzehnten komponiert haben. Das SWR Vokalensemble hat sich auf die Suche gemacht und eine ganz eigene Musik von großer Klangsinnlichkeit und Raffinesse gefunden, die in den vergangenen Jahrzehnten für professionelle Kammerchöre entstanden ist.

Da stehen die originellen und eigentümlich intensiven Volksliedbearbeitungen des Esten Veljö Tormis neben den geradezu orchestralen Stimmungsbildern der großen alten Dame der lettischen Musik, Maija Einfelde. Arvo Pärts jubelnde Kantate »Dopo la Vittoria« spannt den Bogen zu der Stille seines jüngsten Chorwerkes »I heard a voice«. Peteris Vasks ist mit seiner bewegenden Ballade »Litene« vertreten, die mit der perkussiven Eindringlichkeit und der unverbrauchten Melodik seiner mittleren Schaffensphase der Opfer des Befreiungskampfes seiner litauischen Heimat gedenkt.

Auch drei junge Komponisten stehen auf dem Programm, die im Baltikum zu den vielfach Preisgekrönten gehören, hier aber nur Spezialisten bekannt sind: der Lette Andris Dzenitis mit einem großen und hinreißend musikalischen Vokalzyklus auf Gedichte von E. E. Cummings, der junge Litauer Rytis Mažulis, der die Idee des Mikrokanons auf höchst konsequente und faszinierende Weise ins Extrem einer »Superminimalmusik« führt, und die litauische Komponistin Justé Janulyté, deren monochrome Musik eine sogartige Intensität und einen Farbenreichtum entfaltet, denen sich kein Zuhörer entziehen kann.

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ORT: Stuttgart
BEGINN: 20:00 Uhr   |   EINLASS: 18:45 Uhr
SAAL: Faberstr. 16, Gaisburger Kirche

Faberstr. 16, Gaisburger Kirche

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